Zum
Wärmeschutz noch ein paar Kommentare
Unser ursprüngliches Ziel war ja ein KfW60-Haus, also einen
Primärenergieverbrauch von unter 60kWh/m²a. Deshalb waren wir
gespannt, was wir nun durch unsere Maßnahmen erreicht haben. In
der ersten Version hatten wir einen Verbrauch von ca. 68kWh/m²a
und in der neuen Version mit Berücksichtigung von Lüftung und
stärkerer Dämmung von ca. 62kWh/m²a. Ich hätte da
einen stärkeren Einfluß vor allem der Lüftung erwartet.
In der Energiebilanz ist der Lüftungswärmeverlust
der größte Einzelposten. Allerdings bin ich mir gar nicht
sicher, ob die Lüftung überhaupt richtig berücksichtigt
wurde, denn die Lüftungsverluste sind in beiden Versionen gleich
hoch angegeben. Lediglich bei der Heizung wurden im Feld "Lüftung"
einige kWh abgezogen.
Jedenfalls haben wir KfW60 knapp verfehlt, aber auf den Verbrauch wird
sich das nicht so dramatisch auswirken. Für die Finanzierung
brauchten wir den Wert ohnehin nicht.
Einige Dinge sind auch nicht berücksichtigt, so daß der Wert
vielleicht sogar tatsächlich erreicht ist: Die Fenster (siehe
nächster Absatz), die bessere Kellerdämmung durch
vorgemauerte Ytong-Steine (wirkt sich stark aus!) und evtl. werden wir
der Kehlbalkendecke noch eine bessere Dämmung spendieren, als von
HvH vorgesehen.
Die Fenster werden von HvH mit
einem Ug-Wert von 1,0W/m²K
beworben. Das ist für 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung ein
ordentlicher Wert. Umso erstaunlicher ist es, daß im
Energiebedarfsausweis alle Fenster nur mit 1,5W/m²K angegeben
sind. Ein Einheitswert für alle Fenster kann eigentlich nicht
sein, denn der Gesamtwert ist abhängig vom Anteil der
Fensterfläche zum Rahmen und ergibt so bei großen Fenstern
bessere U-Werte als bei kleinen. Außerdem ist ein Wert von 1,5
nicht besonders gut. Das bedeutet, daß zwar gute Gläser
eingesetzt werden, HvH dann aber beim Rahmen spart. Von der Webseite
von Schüco kann man sich das Berechnungsprogramm UWCal
herunterladen (nach Anmeldung), das für verschiedene Fenster die
Gesamt-U-Werte berechnen kann. Da ich unseren Rahmentyp nicht kannte,
bin ich nach dem Bild gegangen, das jeweils abgebildet ist. Einen
aufgeschnittenen Rahmen hatten wir im Musterhaus gesehen und m.E.
hängt bei HvH in Isernhagen auch ein Modell. Jedenfalls kommt
UW-Cal auf etwas bessere Werte, als im Energiebedarfsausweis angegeben.
Es gibt allerdings auch einen Berechnungsmodus Tabellenverfahren, da
spielen die Abmessungen keine Rolle, alle Fenster haben den gleichen
Wert. Allerdings ist der Wert deutlich besser.
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Diesen Rahmen habe ich in UWCal
ausgewählt. Es gibt auch noch eine
Variante mit 3 Dichtungen. Es kann aber auch sein, daß HvH eine
Version
einsetzt die nur für sie produziert wird und sonst gar nicht
erhältlich
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Der Primärenergiebedarf ist
übrigens 3 mal so hoch, wie der
tatsächliche Verbrauch. Dieser tatsächliche Verbrauch teilt
sich auf in Heizung und Hilfsenergie (für Pumpen, Steuerung etc.).
Da wir eine elektrische Wärmepumpe benutzen und die Hilfsenergie
auch elektrisch ist, können wir beide zusammenziehen, also werden
tatsächlich ca. 21kWh/m²a an elektrischem Strom verbraucht.
Da dieser aber in den deutschen Kraftwerken durchschnittlich mit einem
Wirkungsgrad von 33% hergestellt wird, kommt es zu dem Faktor 3 um auf
die ursprünglich eingesetzte Energiemenge zu kommen. Dies ist in
der EnEV geregelt. Bei Gas und Öl beträgt der Faktor m.E. 1
und bei Pellets gar 0,2. Diese niedrige Wert ist politisch bedingt um
Pelletsheizungen zu fördern (indem das Haus leichter KfW60 oder
gar KfW40 erreicht).
Hier geht es zum
kompletten Bautagebuch